Resilienz bezeichnet die Fähigkeit zu Belastbarkeit und innerer Stärke. Also wie gehen wir mit Anforderungen, Stress und Krisen um, und wie können wir dabei auf unsere Möglichkeiten diese Situationen zu bewältigen zurückgreifen.
Diese Situationen reichen von Beziehungsproblemen, Kündigung, Arbeitslosigkeit, finanzielle Sorgen bis hin zu schweren Erkrankungen und schmerzhaften Verlusten. Resilienz hilft uns aber nicht nur diese Situationen zu überwinden, sondern auch gestärkt aus ihnen heraus zu gehen.

“Die sieben Säulen der Resilienz”

Ein sehr bekanntes und häufig verwendetes Modell ist das der sieben Säulen nach Ursula Nuber:

1. Säule – Optimismus

Grundlage jeder Krisen- und Konfliktbewältigung ist der Glaube daran, dass Krisen zeitlich begrenzt und überwindbar sind. Optimismus beinhaltet außerdem die Überzeugung, auf die Ereignisse im Leben Einfluss ausüben zu können. Wer fest davon überzeugt ist, dass er es schaffen kann, ist viel eher bereit, erste (kleine) Schritte zu gehen und erhält dadurch Kraft für die nächsten, vielleicht schwierigeren Abschnitte.

2. Säule – Akzeptanz

Krisen werden akzeptiert und den Tatsachen wird ins Auge geblickt, sodass Schritte zur Bewältigung unternommen werden können.
Akzeptanz bedeutet, annehmen was ich nicht beeinflussen und ändern kann.

3. Säule – Lösungsorientierung

Es werden Lösungen für die Krise gesucht und der Versuch unternommen, die Kontrolle über das Leben zurückzugewinnen.

Resiliente Menschen verwandeln Probleme in Möglichkeiten und Chancen. Es ist das Ergebnis meiner eigenen Denkweise, ob ich etwas als Problem oder Chance sehe. Ziel ist dann, möglichst viele unterschiedliche Möglichkeiten zu entwickeln, um daraus eine für mich passende Lösung zu wählen.

4. Säule – Opferrolle verlassen

Wer die Opferrolle verlässt, kann sich wieder auf die eigenen Stärken besinnen und die Realität angemessen interpretieren. Er verhält sich wie ein “Stehaufmännchen”.

5. Säule – Verantwortung übernehmen

Man schiebt die Schuld weder auf andere, noch macht man sich selbst zum Sündenbock. Stattdessen übernimmt man in angemessener Weise Verantwortung für das eigene Handeln, Denken und Fühlen.

6. Säule – Netzwerkorientierung

Es wird ein stabiles Netzwerk aufgebaut und gepflegt. Beziehungen können stützen und unterstützen und vermitteln ein Gefühl der Zugehörigkeit. Es gibt eine Balance zwischen Geben und Nehmen.

7. Säule – Zukunftsplanung

Durch gute Vorbereitung sollen zukünftige Krisen idealerweise vermieden, zumindest aber möglichst gut bewältigt werden. Wichtig ist das wir Ziele haben und wissen was wir wollen und planen diese nach unseren Möglichkeiten.
Resilienz kann gestärkt und trainiert werden.

Bild: Jasmine Raybon on Unsplash

„Unsere große Schwäche liegt im Aufgeben. Der sichere Weg zum Erfolg ist immer, es noch einmal zu versuchen.“ Thomas Alva Edison (1847-1931)